Mittwoch, 18. Februar 2015

Die Reise geht los!

Hallo ihr Lieben daheim. Puh, das waren zwei anstrengende Tage. Aber zumindest haben jetzt zwei Drittel der Anreise abgeschlossen. Los ging es von zuhause mit dem Auto bis zum Hauptbahnhof. Dort gab es für Henri noch einen Abschiedsknuddeler von Opa Tom und Oma Andrea (naja, für uns gab's auch ein „Tschüssi“) und schon waren wir im Zug nach Amsterdam.

Zugfahren findet der Bub toll! Ständig gibt es im Fenster irgendetwas Spannendes zu beobachten, es kommen immer neue Gesichter vorbei und es ruckelt so schön, dass man ganz entspannt einschlafen kann. Und so waren die sieben Stunden nach Amsterdam auch sehr relaxt. Es gab nur beim Umsteigen kleinere Meckereien. Das erste Mal Bahnfahren war also erfolgreich.

Auch wir wurden prächtig unterhalten durch das Zugpersonal der Deutschen Bahn, welches sich im multilingualen Sprachgebrauch ein bisschen verhaspelte und damit folgende Stilblüte produzierte: „Ladies and gentlemen, in a few minutes we erreichen Osnabrück.“ Haha!

Einen Tag später ging dann die weite Reise richtig los: Mit dem Flugzeug zwölf Stunden nach Singapur. Wir waren sehr gespannt, ob es bei den Sicherheitskontrollen Probleme geben würde, da wir für Henri ein paar Flüssigkeiten wie Milch, Wasser und Brei dabei hatten. Aber es kam alles problemlos durch. Alle Beamten waren total entspannt.

Im Flieger war Henri dann „Everybody's darling“ und ein Charmeur erster Klasse. Alle Stewardessen waren ganz entzückt von dem kleinen Wurm. Es war auch kein Problem, warmes Wasser für ihn zu bekommen oder Brei aufwärmen zu lassen. Die Eltern-Baby-Sitze waren auch super und überhaupt können wir Singapore Airlines wärmstens jedem weiterempfehlen (nein, wir verdienen an der Werbung kein Geld).

Die letzten drei Stunden waren trotzdem etwas anstrengend, weil zunächst Henri nicht zur Ruhe kam und als er dann endlich schlief, hielt uns ein anderes weinendes Kind wach. So kamen wir ziemlich übermüdet in unseren Winterklamotten im tropisch heißen Singapur an, mussten am Zoll einmal den großen Rucksack entleeren, das Kind windeln und füttern sowie schlussendlich einmal durchs Terminal wetzen, um unseren Shuttle-Bus zu erreichen.

Aber am Ende sind wir im Hotel angekommen, haben ein Dusche genommen, per Roomservice Frühstück bestellt, auf dem Bett eine Familienrunde Schlaf genommen und als Highlight mit Henri eine Runde im Pool auf dem Dach gedreht! Zu mehr hat es aufgrund der Hitze und unseres Schlafmangels auch nicht gereicht. Aber das klingt ja auch okay, oder?

Henris Schlafkorb im Flugzeug

Strand von Singapur

Henris erster Poolbesuch


Die Aussicht vom Hotelpool

Mittwoch, 11. Februar 2015

Moppelkopf – Die Fortsetzung...

oder Teil 2 oder Episode II oder Die Wiedergeburt oder Die Profis sind zurück oder Reloaded – nennt es, wie ihr wollt. Fakt ist, wir sind wieder da. Yeah, juchuh, yippieh, dufte! Es ist lange her, dass wir auf diesem Kanal gefunkt haben. Einiges ist passiert, seitdem wir das letzte Mal in „Down Under“ unterwegs waren. Wir sind nämlich spießig geworden, so nennt man das heutzutage, wenn man heiratet und Kinder bekommt. Das heißt die freche Lippe und der große Moppelkopf werden ab jetzt durch den kleinen Plumps Henri verstärkt.

Und das Gute daran ist, dass man gemeinsam Elternzeit nehmen, den Job mal links liegen lassen und erneut die Welt bereisen kann. Selbstverständlich alles mit dem Ziel, „Bonding“ mit dem kleinen Baby zu betreiben – AFK (alles fürs Kind)!

Zu dritt geht es jetzt zum zweiten Mal nach Neuseeland und im Anschluss noch ein kleines bisschen nach Tasmanien. Wir versuchen wie beim letzten Mal, unsere Fans hier regelmäßig mit Neuigkeiten zu versorgen.

Wir freuen uns wahnsinnig und hoffen, euch geht’s genauso. :-)

Bis bald an dieser Stelle
Basti, Anne, Henri (a.k.a. Bannri).

Montag, 18. Februar 2013

Willkommen zurück mit einem guten Gläschen Wein



Mit Erschrecken haben wir festgestellt, dass unser letzter Eintrag schon anderthalb Jahre her ist. Anderthalb Jahre… So lange sind wir schon wieder zurück von der Tour unseres Lebens. Kaum zu glauben, wie die Zeit vergeht.

Als wir damals – voll mit großartigen Erlebnissen, Abenteuern und Erinnerungen – wieder in good old Germany landeten, hätten wir nie gedacht, dass es uns oft erscheint, als wären wir nie weg gewesen. Auf der einen Seite ist das natürlich großartig, wenn Freunde und Familie dich willkommen heißen und aufnehmen und sich nichts an den Gefühlen geändert hat. Andererseits ist es erschreckend, wie schnell man wieder im alten Leben angekommen ist. Dennoch versuchen wir bis heute, uns ein Stück des neuseeländischen Lebensgefühls zu bewahren und aufrecht zu erhalten. So lange bis wir wieder in Neuseeland sind, zurück von „unserer Pause hier in Deutschland“ – wie Basti es neulich formulierte.

Bis dahin wird jedoch noch ein bisschen Zeit vergehen und wir haben uns gefragt, was machen wir denn mit unseren ganzen Erfahrungen, den hilfreichen Anregungen netter Kiwis und anderer Backpacker, die uns in dem Jahr weitergeholfen haben? All den praktischen Hinweisen, Insidertipps und schlauen Sprüchen? Ganz einfach: Aufschreiben und veröffentlichen! Für alle, die gern unseren Blog lesen oder mit uns in Erinnerungen schwelgen oder selbst einmal nach Neuseeland möchten oder jemanden kennen, der nach Neuseeland möchte (da soll es einige geben) oder einfach Lust auf die eine oder andere nette Geschichte haben. Hier seid ihr richtig.

Zum Einstieg beschäftigen wir uns gleich mit dem wichtigsten Thema überhaupt: „Griechischer… äh neuseeländischer Wein“.

Auch wenn es manche noch nicht wissen: In Neuseeland gibt es ziemlich guten Wein, der weltweit immer populärer wird. Aufgrund der günstigen Wetterbedingungen ist die Region Marlborough im Norden der Südinsel das größte Weinanbaugebiet Neuseelands und bei allen Weinen, die wir gekostet haben (und ja, es waren einige), haben uns die Chardonnays und Sauvignon Blancs aus Blenheim und Umgebung am besten geschmeckt – auch wenn man uns wahrlich nicht als absolute Weinkenner bezeichnen kann, auch weil wir eigentlich nur Weißwein trinken.

Ein kleiner Tipp an dieser Stelle: Das 3-Liter-Pack „Blenheimer“ eignet sich hervorragend für Trinkspiele, ist aber gaaaaanz gefährlich! Uiuiui…

Wer sich näher über den neuseeländischen Weinanbau informieren möchte, dem sei gesagt: Hier bist du falsch! Wir wollten den Wein nur trinken und nicht beim Wachsen zusehen. Aber schau doch mal bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Weinbau_in_Neuseeland.

Wir empfehlen euch u.a. Wingspan, Stoneleigh, Longridge, Whale Point und Selaks (Riesling). Allerdings müssen wir zugeben, dass der allerallerleckerste Wein aus - ohoh - Australien kam. Ja, der Banrock Station Pink Moscato ist eher was für die Damen, denn der Geschmack ist sehr süß-fruchtig und erinnert an den hiesigen Asti Cinzano. Er ist nicht sehr hochprozentig, dafür auch mit ca. 5-7 NZD etwas preisgünstiger. Alkohol ist in Neuseeland übrigens sehr teuer im Vergleich zu Deutschland, daher alles genießen... Außer den Banrock, den kann man auch in Mengen trinken :-)

Ein weiterer guter australischer Wein, da sehr mild und fruchtig, ist der Coolabah, auch wenn man diesen im 3-Liter-Pack kaufen kann.
Da wir auf den Geschmack gekommen sind, schauen wir uns bei jeder Gelegenheit auch hier in Deutschland nach neuseeländischen Weinen um. Vor einigen Wochen waren wir auf der Grünen Woche in Berlin und haben uns den Neuseeland- und Australien-Bereich extra bis zum Schluss aufgehoben. Wir wollten die vielen Flaschen, die wir gedachten zu kaufen, nicht den ganzen Tag mit uns rumschleppen. Ach, was waren wir aufgeregt! Und ach, was wurden wir enttäuscht! „Neuseeland“ war völlig unterpräsentiert und nur an einem australischen Weinstand eingebunden. Es gab zwar einen Kiwi-Wein, auch noch aus Marlborough, aber für 24 Euro die Flasche! Ja, richtig gelesen – 24 Euro. Obwohl der Wein echt verdammt gut war, ließen wir es sein und die Flasche stehen, denn für uns Geschmackbanausen war das zu viel.

Zum Glück gibt es preisgünstigere Alternativen: Bei REWE könnt ihr z.B. Island Bay, ein Sauvignon Blanc aus Marlborough für 6 Euro erstehen. Dieser ist fruchtig, aber nicht zu süß. Auch im Internet oder bei ausgewählten Weinhändlern gibt es neuseeländische Weine. Die sind zwar auch etwas teurer (ab 8,50 Euro), aber vielleicht gönnen wir uns ja ein paar Flaschen, wenn am Ende des Monats mal ein bisschen Geld übrig ist. Dann werden wir euch vom Gaumenschmaus berichten.


Island Bay von Rewe
The Little Penguin & Shag Rock - sehr zu empfehlen.


Leckerer Rotwein

Marlboroughs Vinyards


Freitag, 21. Oktober 2011

Heeme

Ja, Tachchen wa. Wir waren mal kurz umme Ecke kieken. War janz schnieke. Und bei euch so?

Exakt 345 Tage nachdem wir uns von unseren Freunden und Verwandten am Berliner Ostbahnhof verabschiedet hatten, erreichten wir die alte Heimat am letzten Samstag auf die gleiche Art und Weise. Alle sahen gesund und munter aus. Manch eine hatte vielleicht etwas mehr Bauchumfang, aber das ist schon okay. :-)

Zuvor waren wir am Freitag um 15 Uhr in Sydney mit dem Flieger gestartet, kamen nach 8,5 Stunden und 6.500 Kilometern in Kuala Lumpur an, flogen nach 4,5 Stunden Wartezeit weiter und landeten schließlich nach weiteren 12,5 Stunden und 10.000 Kilometern in Frankfurt. Dank der Zeitverschiebung war da gerade mal ein halber Tag vergangen. Ist doch ‘n Klacks!

Auf dem Flug nach Malaysia konnten wir dann endlich das richtige australische Outback sehen: Rote Erde, karge Felsen, meilenweite Staubwüsten und keine Menschenseele. Ziemlich cool, wenn man das aus sicheren zehn Kilometern Höhe genießen kann, während man mit 900 Stundenkilometern darüber hinwegbrettert. Von Kuala Lumpur haben dagegen so gut wie gar nichts gesehen. Wir wissen nicht mal, ob wir offiziell malaysischen Boden betreten haben, da wir uns ja nur im Transitbereich aufhielten.

In Frankfurt gab es die lang ersehnte Wiedervereinigung zwischen West (Larri und Selli unseren Reisepartnern aus NZ) und Ost (Banne), wobei der Westen nur mit der halben Mannschaft antrat – Selli war noch in der Uni. Mit Larri zusammen ging es ins hessische Land nach Trebur, wo uns ihre Familie herzlich willkommen hieß und uns unser erstes Frühstück auf deutschem Boden servierte. Wie schön: Dunkles Brot! Fleischsalat!! Teewurst!!! Camembert… toll, toll, toll. Dazu ein erster Crashkurs im hessischen Volksmund – Kiwi-Slang ist einfacher.

Später kam Selli dazu und wir verbrachten einen tollen Abend voll in Nostalgie schwebend, während wir „olle Kamellen“ wieder aufwärmten. Mädels, ihr seid uns wirklich ans Herz gewachsen und wir freuen uns schon wie wahnsinnig darauf, euch in eurer Wahlheimat Dresden bzw. Chemnitz zu besuchen sowie euch unser kleenet Städtchen zu zeigen.

Nun ging es aber wirklich nach Hause. Ab in den Zug, der natürlich völlig überfüllt war, weil die Deutsche Bahn mehr Karten als vorhandene Sitzplätze verkaufen darf. Wir fanden dann am Ende aber doch ein paar Sitzplätze. Tja, und den Rest kennen die meisten von euch ja schon. Mit viel Freude und auch ein paar Tränen wurden wir von einer großen Menschenmasse in Empfang genommen. Es wurde gesungen, diniert (mhmm, Döner!), umarmt, gelacht und getrunken. Schön, dass ihr uns nicht vergessen habt.

Inzwischen sind ein paar Tage vergangen. Wir haben jetzt einen neuen (wenn auch nur temporären) Wohnsitz mit Panoramablick auf IKEA und den angrenzenden Baumarkt. Wir haben sogar schon ein Handy, aber Festnetzanschluss, Fernsehen oder gar Internet gibt’s vorerst nur bei den lieben Verwandten und Bekannten (der Besuch soll sich ja auch lohnen). Den wichtigsten Bestandteil unserer alten Wohnung haben wir ja zum Glück wieder: Unseren kleinen (inzwischen gut genährten) Kater Scottie. Dafür fehlen unserer Garderobe leider immernoch elementare Bestandteile wie Hosen und Schuhe. Immerhin haben wir wieder mehr Unterhosen und Socken.

Es ist momentan schwer, ein Schlusswort oder Fazit zu fassen. Wir lassen die Eindrücke des Jahres sowie den Kulturschock unserer Rückkehr erst einmal sacken. Für unsere Fans und regelmäßigen Leser von Moppelkopf sei zur Beruhigung aber gesagt, dass die Seite vorerst bestehen bleibt. Was wir daraus machen, wissen wir noch nicht, aber ihr sollt uns nicht den ganzen Weg begleitet haben, ohne wenigstens einen angemessenen Rausschmeißer zu bekommen.

Bis dahin genießen wir die Zeit mit euch und hoffentlich auch anders herum
eure Ex-Kiwis, Ex-Wallabies, Ex-trem coolen
Anne und Basti.

PS: Wir haben am Bahnhof leider selbst keine Fotos geschossen. Aber unser Empfangskomittee wird uns bestimmt liebend gerne mit Bildern versorgen.

Wiedervereinigung Teil 1
Wiedervereinigung Teil 2

Donnerstag, 13. Oktober 2011

See ya Australia!

Wurden unsere Gebete (nun ja, wüste Beschimpfungen) an den Wettergott am Ende doch erhört? Vielleicht. Immerhin hatten wir seit vier Tagen keinen (wirklichen) Regen mehr. Es schien sogar für längere Abschnitte die Sonne. Prächtig! So wurde die Anreise nach Sydney und das dortige Sightseeing um einiges erleichtert.

Nachdem wir uns von den Blue Mountains verabschiedeten, ging es zunächst an der großen Stadt vorbei in den Süden. Dort gibt es viele grüne Hügel, auf denen Kühe und Schafe grasen – nicht gerade das stereotypische Bild, was man von Australien hat, oder? Aber nett sieht es trotzdem aus. An der Küste schlängelten wir uns dann zurück Richtung Norden vorbei an schroffen Klippen, sandigen Stränden und nett anzusehenden Leuchttürmen. Und jeder Menge Asiaten. Also irgendwie müssen uns seit dem Wildlife Park mehrere Busladungen Japaner, Koreaner oder Chinesen folgen.

Naja, wiedemauchsei. Schließlich ging es endlich nach Sydney. Mit dem Auto. Arrrrgh! Es ist nicht so, dass der Verkehr in Sydney besonders schlimm ist (ganz bestimmt nicht im Vergleich zu Rom oder Bangkok oder Bombay), aber wenn man zwölf Monate fast nur durchs Land und Kleinstädte gefahren ist, dann reicht er aus, um einen kirre zu machen. Aber es ging ja alles gut (bis auf einige waghalsige Wendemanöver). Um Sydney besser erkunden zu können, gaben wir den Van der Mietwagenfirma zurück und nahmen uns ein Hotel in der Innenstadt. Das Hotel liegt übrigens in Chinatown. Schon wieder diese Busladungen… :-)

Und was besucht der geneigte Touri als allererstes, wenn er schon mal in Sydney ist? Richtig, das ANZ Stadion (das Hauptstadion der Olympischen Sommerspiele 2000), um die australische Fußballnationalmannschaft spielen zu sehen! Die Aussies gewannen das Spiel auch mit 3:0. Und das Beste war: Wir kamen umsonst rein! Vor dem Stadion schenkte uns jemand seine Tickets. Da sagen wir doch nicht nö. Aber keine Angst – so toll wie bei Union war es natürlich nicht.

Am nächsten Tag ging dann die richtige Touri-Tour los mit den Sehenswürdigkeiten, die man mal gesehen haben sollte. Per Fuß, Bus, Boot und Schwebebahn erkundeten wir die Stadt. Hier ein Hinweis an alle: Mit Flip Flops durch die Stadt bummeln geht unheimlich auf die Füße und ist daher nicht zu empfehlen (jaja, Anne hatte das vorhergesagt). Natürlich waren wir auch im berühmten Opernhaus. Was für ein fantastisches Gebäude. Genauso wie das Queen Victoria Building, ein Shopping Center, was genauso gut auch als Präsidentenpalast durchgehen könnte, oder die Harbour Bridge, die neben der Oper das Wahrzeichen der Stadt ist. Nach sieben Stunden Sightseeing hatten wir von den Gebäuden genug und gingen ins Aquarium, um der australischen Fauna Goodbye zu sagen. Ein wirklich sehr schönes Aquarium mit großartigen Tieren, wie z.B. Oktopussen, Haien, Rochen, Seekühen, Pinguinen und vielen, vielen mehr.

Zum Abschluss des Tages gönnten wir uns ein Steak und gewannen 20 Dollar beim Kneipenquiz dank der tatkräftigen Unterstützung der Moderatorin. Diese wurden sogleich an der Bar in Alkohol umgesetzt. Kater am nächsten Morgen inklusive.

Nun sitzen wir am Flughafen und warten aufs Boarding. Wenn alles gut geht und die deutschen Fluglotsen uns landen lassen, sehen wir uns übermorgen um 18.32 Uhr uffm Ostbahnhof. Bis dahin, cheers mates!

Wallaby Anne und Wombat Basti.

Hach Irland... nee Australien!
Ökodusche
Bad Moon Rising
Australien gegen den Oman im ANZ Stadium
Sydney
Das Opernhaus
Hey Puppe!
Jon war auch dabei.
Eine Sehkuh
20.000 Meilen unter dem Meer

Samstag, 8. Oktober 2011

Wind, Wetter und wir

Wir haben beim letzten Mal bereits erwähnt, wie riesig Australien ist. Tatsächlich ist es so groß, dass beim Wechsel von einem Bundesstaat in den nächsten dieselben Phänomene auftreten, wie wenn man z.B. von Spanien nach England reist. Man fährt los, die Sonne scheint und es ist warm, dann lässt man (läppische) 1000 Kilometer hinter sich, steigt aus und auf einmal regnet es, man friert und die Uhrzeit ist auch anders. Nur dass wir hier in Australien den Uhrzeitwechsel erst bemerkten, als wir Queensland schon seit acht Tagen verlassen und New South Wales betreten hatten. Dabei haben wir nicht einmal die Zeitzone gewechselt; Queensland hat im Gegensatz zu New South Wales einfach keine Winterzeit. Immerhin ist die Währung noch dieselbe und den Pass mussten wir auch nicht vorzeigen.

Jedenfalls… ach ja, scheiß Wetter! Die erhoffte Sommerbräune können wir wortwörtlich in den Wind (und Regen) schreiben. Dafür lernen wir unsere gut gefütterten Schlafsäcke aufs Neue wertschätzen. In Brisbane genossen wir noch wunderbaren Sonnenschein sowie etwas Großstadtflair und hatten bei einer Flussfahrt einen netten Ausblick auf die Villenviertel – pfui Deibel, diese Armut! Danach ging es ein wenig ins Landesinnere (darf man sowas überhaupt behaupten, wenn man sich in Australien weniger als 500 Kilometer von der Küste weg befindet?) die Berge hoch. Hier präsentierten sich uns mächtige Schluchten und hohe Wasserfälle. Das absolute Highlight war aber ein Koala-Bär in freier Wildnis. Wie geil ist das denn?!

Zurück an der Küste hatten wir erneut das Glück, Wale zu sichten. Diese Mal aber aus eine komplett neuen Perspektive, da die Buckelwale an der Küste entlang schwammen, während wir oben drüber auf einem Leuchtturm standen. Auch interessant war der „Strand“, der eher als kleinere Wüste daherkam, so weit wie die Dünen von der Küste weg reichten. Das gute Wetter hatte sich zu diesem Zeitpunkt aber schon lange von uns verabschiedet.

Da wir von tödlichen oder mordsmäßig gefährlichen Tieren bisher immer noch verschont blieben, schauten wir uns diese im Australian Reptile Park an. Dort gab’s nun wirklich alles: Spinnen (verdammt große!), Schlangen (VERDAMMT große!), Alligatoren und Krokodile. Zur Beruhigung wurden aber auch Koalas, Wallabies, Wombats, Vögel, Schildkröten, Frösche, Emus, Dingos, Echidnas und Schnabeltiere. Toll, toll, toll – nur die vielen kleinen Kinder (es sind grad Schulferien) konnten ein bisschen nerven.

Die nächste Station unserer Reise waren die Blue Mountains. Eigentlich handelt es sich dabei um zwei riesige Schluchtensysteme, die ein atemberaubendes Panorama bieten (besonders wenn man nur einen Schritt von der Klippe weg steht). Die sich darin befindlichen Berge werden deshalb als Blue Mountains bezeichnet, weil die zahlreichen in ihnen wachsenden Eukalyptusbäume ein bläulich schimmernden Gas produzieren. Wieder was gelernt. Gleich neben den Blue Mountains befinden sich die Jenolan Caves, die gleichermaßen für Staunen und Bewunderung sorgen. Hier gönnten wir uns seit langem mal wieder etwas Luxus: Also ein Hotelzimmer mit Bett, eigener Toilette und Dusche. Schließlich wollten wir Annes Geburtstag und unseren Jahrestag angemessen feiern. Und dort hatten wir auch das Glück, eines der interessantesten Tiere Australiens in freier Wildbahn zu erleben: Den Platypus (oder auch das Schnabeltier) – der Schnabel einer riesigen Ente, der Schwanz eines Bibers und die Pfoten teils mit Krallen teils mit Schwimmhäuten sowie (natürlich – wir sind in Australien) mit einem giftigen Stachel.

Nun sind die letzten Tage angebrochen und wir haben Sydney fast erreicht. In einer Woche haben wir wieder Berliner Boden unter den Füßen. Unglaublich!

Bis also ziemlich bald
Anne und Basti.

Strandbad in Brisbane
Anne in Brisbane
Wilder Koala
Mount Lindesay
Evans Head
Hühner auf der Stange
Dangar Falls
Cool, Neuseeland!
Ebor Falls
Voll romantisch, gell?
Wollomombi Schlucht
Pelikane
Ausdruckstanz am Strand
Nur 25 Gehminuten bis zum Meer...
durch die Wüste.
Ein Leckerli fürs Haustierchen.
"Und morgen wirst du meine Handtasche."
Achtung Fledermäuse!
Wir in den Blue Mountains
(mit passender Kleidung)
Noch ein Stück, Schatz!
Die "Three Sisters"
Schon wieder Polly
Jenolan Caves
Der Höhleneingang
Blue Lake - warum nur?
Belichtologen am Werk
In den Höhlen
Das Schnabeltier